Herzlichen Dank und Wünsche für die Zukunft!

Wir danken allen kleinen und großen Menschen, die unsere Naturgartengemeinschaft auch im letzen Jahr bereichert und unterstützt haben und freue mich auf neue gemeinsame Unternehmungen und Gespräche im kommenden Jahr!

Foto: W. Puhlmann

Ich befürchte sehr, dass wir nicht mehr in Zeiten leben, als das Wünschen noch geholfen hat, aber für das Neue Jahr und Zeiten darüber hinaus wünsche ich uns allen so sehr eine Zukunft, in der es uns gelingt, wider die Verluste zu handeln und die Erfüllung vielfältiger Gemeinschaften zu er-leben.


Veranstaltung: Heimische Fledermäuse-ihre Stellung in Ökosystemen – Schutz und Unterstützung

21. November 2025, 16.00 – 19.00 Uhr

Heimische Fledermäuse – ihre Stellung in Ökosystemen – Schutz und Unterstützung – Pflanz ein “Fledermausbeet”!

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
1 OG Kiez Zentrum Villa Lützow
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Wir lernen, welche Fledermausarten es bei uns gibt, welche wichtige Stellung sie in Ökosystemen innehaben, wo und wie sie leben, was sie fressen und welchen Gefahren sie ausgesetzt sind.
Anhand von Beispielen im eigenen Garten zeigt Feo Brandt, Naturgarten e.V. auf, was Fledermäuse von uns brauchen – wie wir sie schützen und unterstützen können und ihre Nahrung, also vor allem nachtaktive Insekten, im eigenen Garten fördern.
Dabei geht es vorrangig um den Einsatz von heimischen, standortgerechten Pflanzen und dem Anlegen von Naturmodulen – Bausteine, die mehr Mikroklimata in den Garten bringen (Beispiele Naturteich, Käferkeller und „Fledermausbeet“).

Anhand des eigenen ‘Fledermausbeetes’ von Feo Brandt wird auf wichtige Pflanzen für solch ein Beet eingangen und wie es angelegt werden kann, regionales Saatgut zum Selbstanlegen eines solchen Beetes wird bei der Veranstaltung kostenfrei ausgegeben.

 

Über die Gefährdung der Fledermäuse kommen wir auch auf den Verzicht auf Pestizide, chemische Dünger und Torf. Besonders wird dabei noch auf das Thema der Lichtverschmutzung eingegangen, mit Tipps zur Reduktion und Vermeidung dieser. Anschließend zeigen wir auf, wo Fledermäuse in der freien Wildbahn, aber auch im urbanen Raum überall über“tagen“ können und erklären, welche Nisthilfen sinnvoll sind, wo und wie sie aufgehangen werden müssen und worauf beim Bauen oder kaufen zu achten ist.“

Der Vortrag richtet sich vor allem an Menschen mit Gärten, aber auch Balkongärtner*innen oder Fledermaus interessierte Menschen können einiges über diese für uns häufig geheimnisvoll erscheinenden Tiere lernen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei dank der Förderung der Stiftung Naturschutz Berlin.

 


Workshop: Erde ist nicht gleich Erde-Bodenarten und Bodenbeschaffenheiten, Bodenaufarbeitung bei Balkon- und Zimmerpflanzen

24. Oktober 2025
16.00 – 19.00 Uhr
Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Unsere nächste Veranstaltung im Rahmen der Reihe Die Bedeutung der einheimischen Wildpflanzen im urbanen Raum widmet sich ganz dem Boden.

Im Workshop: Erde ist nicht gleich Erde schauen wir uns bei einem Rundgang im Garten die dort vorhandenen Kompoststationen Drei-Kammern-Kompost und Wurmkompost an. Dabei wird auch auch Kompostierungsmöglichkeiten Zuhause eingegegangen (Wurmkompost, Bokashi)
Die wichtigsten Bodenarten wie Sandböden, Ton- und Lehmböden, Moorböden und Kalk- oder Kreideböden werden besprochen und wir schauen uns im Garten verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten an. Dazu suchen wir Zeigerpflanzen und klären darüber auf, wie welche Pflanze uns uns mehr über die Eigenarten des jeweiligen Standorte anzeigen kann.

Im praktischen Teil behandeln wir die verschiedenen Möglichkeiten der Erdaufarbeitung und erfahren, wie es mit einfachen Mitteln möglich ist, Erde abzumagern oder nährstoffreicher zu mischen, damit sich die entsprechenden Pflanzen in ihrem Substrat wohl fühlen.
Wir topfen und düngen vernachlässigte Zimmer- und Balkonpflanzen und zeigen, dass nicht jedes Mal komplett neue Erde gekauft werden muss.


Die Veranstaltung ist kostenfrei dank der Förderung durch die Stiftung Naturschutz Berlin.



Workshopleitung:
Miren Artola, BodenschätzeN Berlin

Wir treffen uns im Garten und ziehen dann um zum praktischen Teil in die Werkstatt des Kiez Zentrums Villa Lützow auf der Rückseite des Hauses.
Kontakt: wachsenlassen@web.de

		

Workshop: Heilsames und Schmackhaftes im Dschungel der Großstadt

Unser nächster Workshop im Rahmen der Reihe Die Bedeutung einheimischer Wildpflanzen im urbanen Raum geht am 26.9.2025 an den Start.

Unter der Leitug von Carola Pichert, Heilpraktikerin, könnt Ihr erfahren, wie Ihr Wildpflanzen erkennen, erleben und nutzen könnt.

Unsere Stadtnatur ist vielfältig und viele der wild wachsenden Pflanzen sind Heilkräuter oder Nahrungsmittel, ohne dass wir es wissen.
In diesem Workshop lernen wir bei einem kleinen Rundgang durch den üppigen Garten von wachsenlassen wilde oder ausgewildert
wachsende Pflanzenarten kennen und unterscheiden.
Es sind alles Pflanzenwesen, die am Wegrad stehen denen ihr täglich über den Weg lauft.
Sie sind unsere Begleiter*innen, weisen uns darauf hin, was unsere Böden enthalten und wie sich unsere Lebensbedingungen aufgrund des Klimawandels verändern.

Sie sind Nahrungsquelle für Insekten, Schnecken, Vögel und andere Tiere.
Sie sind Lebensraum, sie bilden Gemeinschaften, dienen uns als Heilmittel und können auch für unsere Ernährung eine wichtige Rolle spielen.
Im Rahmen des Workshops wird ein besonderes Augenmerk auf die Unterscheidung zwischen einheimischen Wildpflanzen und (zum Teil invasiven) nicht einheimischen Pflanzen (Neophyten) gelegt.

Im Anschluss an den Kräuterspaziergang besteht die Möglichkeit, selber eine
Tinktur oder ein Oxymel aus Kapuzinerkresse und Meerrettich herzustellen.
Wir binden Räucherkerzen aus Beifuß für winterliche Rituale und lassen bei einer
Tasse Kräutertee den Workshop ausklingen.
Dieser Workshop richtet sich an alle, die sich für Wildkräuter,
Pflanzenheilkunde, Wildkräuterküche und Botanik interessieren oder einfach
ihre Augen für Details öffnen wollen.
Kinder sind herzlich willkommen.

Heilsames und Schmackhaftes im Dschungel der Großstadt – Wildpflanzen erkennen, erleben und nutzen

Freitag, den 26.9.2025
16.00 – 19.00 Uhr
im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

 


Workshop: Naturnahe Gestaltung von Gärten, Balkonen und öffentlichem Grün

22. August 2025, 16.00 – 19.00 Uhr

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Einheimische Wildpflanzen sind ein notwendiger Bestandteil gesunder Ökosysteme, sie schaffen Nahrung und Lebensräume für Insekten und andere Tiere.

Durch ihre hohe genetische Variabilität haben sie die Fähigkeit, sich evolutionär stetig weiterzuentwickeln; eine Vorraussetzung dafür, sich veränderten Klimabedingungen anzupassen.
Und nicht zuletzt: Sie erfreuen uns durch ihre Schönheit, die neu entdeckt werden sollte!

Während in den zwei vorhergehenden Workshops die Begriffe Biodiversität, Ökosysteme und die Frage, welche Elemente in einen Naturgarten gehören, ausführlich behandelt wurden, geht es am 22.8. darum, wie Balkone, Gärten, aber auch Höfe und öffentliches Grün naturnah gestaltet werden können.
Dabei werden auch Themen wie Florenschutz, die Wichtigkeit der Regionalität von Wildpflanzen und notwendige Pflegearbeiten angesprochen.

Zwei Balkonkästen werden vor Ort mit einheimischen Wildstauden gemeinsam bepflanzt und unter den Teilnehmer*innen verlost.
Regionales Saatgut steht ebenfalls zum Mitnehmen bereit.

Workshopleitung:
Ute Stumm, Naturgarten e.V.

Mit der Workshopreihe
Die Bedeutung einheimischer Wildpflanzen im urbanen Raum
wird anschaulich und praxisnah darüber informiert, wie jede*r selbst etwas tun kann, um dem bedrohlichen Artenschwund unserer Zeit etwas entgegen zu setzen.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Wir danken der Stiftung Naturschutz Berlin für ihre Förderung!

Kontakt:

Gabriele Koll, wachsenlassen@kidz-mitte.de

 

   


Pflanzen und Tiere…

oder gleich: Tiere pflanzen!

Das Schaffen von Lebensraum und Nahrungsquellen für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten ist heute wichtiger denn je. Ein Schlüssel dazu liegt in der Anpflanzung heimischer Wildpflanzen.
Wildpflanzen kommen natürlich und wild an bestimmten Orten vor und sind nicht durch den Menschen, beispielsweise durch Zucht, verändert worden.
Durch ihre hohe genetische Variabilität haben sie die Fähigkeit, sich evolutionär stetig weiterzuentwickeln; eine Vorraussetzung dafür, sich veränderten Klimabedingungen anzupassen.
Sie spielen eine wichtige Rolle in Ökosystemen, da sie in engem Zusammenspiel mit ihrem Lebensumfeld stehen. Vögel und Säugetiere sind auf heimische Wildpflanzen als Kost und Baumaterialien angewiesen, viele Wildbienen und Schmetterlinge sind bei ihrer Ernährung auf bestimmte Pflanzen spezialisiert.
Auch in Balkonkästen oder Kübeln fühlen sich viele Wildpflanzen wohl!

Um die lokale Flora und Fauna (Pflanzen- und Tierwelt) zu unterstützen, ist es wichtig, heimisches Pflanz- und Saatgut zu verwenden.
Auch wenn die Pflanzen für uns gleich aussehen mögen: eine bayrische Wiesen-Margerite entspricht genetisch nicht einer brandenburgischen Wiesen-Margerite.
Die Evolution hat die Pflanzen an ihre jeweilige naturrräumliche Umgebung angepasst, was zu genetischen Unterschieden führt.
Ob eine Art in einem Gebiet heimisch ist, kann man z.B. in der Roten Liste der Bundesländer sehen.
Aus den naturräumlichen Gegebenheiten leiten sich 22 Herkunftsgebiete innerhalb Deutschlands für die Regio-Saatgutproduktion der ungefährdeten, krautigen Arten ab (Gehölze haben eine eigene Liste).
Berlin liegt beispielsweise im Nordostdeutschen Tiefland, indigene Pflanzen aus den Ursprungsgebieten 4 und 22 können als gebietseigen für unsere Region bezeichnet werden.
Mehr zu den Herkunftsgebieten: https://wildblueten.de/was-bedeutet-heimisch/

Weitere Beratung zu regionalem Saatgut und Pflanzen unter:
www.stiftung-naturschutz.de/naturschutz/beratung-fuer-biologische-vielfalt-im-siedlungsbereich

Was hat das nun alles mit Tiere pflanzen zu tun?

Die meisten Pflanzen- und Tierarten sind in gegenseitiger Abhängigkeit im Rahmen der Evolution enstanden.
So benötigt der Stieglitz die Samenstände von Kardengewächsen, Disteln oder anderer Korblblüter zur Nahrungssuche.
Zu berücksichtigen ist aber nicht nur die Beziehung zwischen Pflanze und Tieren, sondern auch die Gesamtheit der Lebensumstände.
Denn wenn die Pflanze einen trockenen und mageren Standort benötigt, wird dieser auch für die Tiere, die mit ihr in Beziehung stehen, das richtige Lebensumfeld sein.
Ein trocken gehaltener Kübel mit Karden und Disteln in einem feuchten, waldigen Umfeld wird kaum soviel Tiere anlocken wie die gleichen Pflanzen, umgeben von Blüwiesen mit trockenen und mageren Standortansprüchen.

Besonders viele Insekten und Wildbienen, die sehr vom Artenschwund bedroht sind, sind auf das Vorhandensein “ihrer” Wildpflanzen angewiesen: der Zitronenfalter liebt den Faulbaum, die Wollbienen den Heil-Ziest oder die Königskerze, die Mönchgrasmücke den Holunder…

Als spannende und informationsreiche Lektüre für alle, die der Biodiversität in ihren Gärten (oder auf Balkonen) einen Raum geben möchten, ist das Buch ‘Tiere pflanzen’ – Faszinierende Partnerschaften zwischen Pflanzen und Tieren von Ulrike Aufderheide zu empfehlen.
https://pala-verlag.de/buecher/tiere-pflanzen/


Fotos: W. Puhlmann

Und keine Angst, für einen naturnahen Garten muss auch nicht gleich der ganze Garten umgegraben und neu gestaltet werden, viele Blühstauden, die nicht ursprünglich aus unserer Region kommen, aber schon als eingebürgert gelten dürfen, sind ein wahrer Insektenmagnet.
Aber Augen auf beim Pflanzenkauf: besonders doppelt gefüllte Zuchtformen haben keine Wert für unsere Insektenwelt, häufig sind Pflanzen aus dem konventionellen Angebot mit tödlichen Pestiziden behandelt oder schlicht und ergreifend einfach zu exotisch, um irgendeinen Wert für unsere einheimischen Tiere zu haben.

Am besten ist also immer der Kauf biozertifizierter Pflanzen und Samen bei regionalen Anbietern.

Wer Lust hat, mehr über dieses Thema zu erfahren, ist herzlich eingeladen zu unserem nächsten Workshoptermin am 22.8., bei dem sich alles um die naturnahe Gestaltung in Gärten, auf Balkonen und öffentlichen Grünflächen dreht.


Was ist ein Naturgarten? Welche Elemente gehören in einen Naturgarten?

Unsere Workshopreihe Die Bedeutung einheimischer Wildpflanzen im urbanen Raum geht weiter:

am Freitag, den 18.7., in der Zeit von 16.00 – 19.00 könnt Ihr Wissensweres über Naturgärten erfahren und welche Elemete darin vorhanden sein sollten.

Zur Anschauung sehen wir uns einige Wildpflanzen und einheimische Gehölze im Garten an und erfahren mehr über ihre Bedeutung in Ökosystemen.

Gemeinsam bauen wir zwei Insekten-/Vogeltränken für Garten oder Balkon, die im Anschluss unter den Teilnehmer*innen verlost werden.

Pdf’s zur Veranstaltung:

Ankündigung 18.7.

AnkündigungWorkshops25-2

 

 


Die Bedeutung einheimischer Wildpflanzen im urbanen Raum

Wir laden ein zu unserer Auftaktveranstaltung am 

27.6.2025, 16.00 – 19.00 Uhr
Ökosysteme? – Biodiversität in der Stadtnatur?
Schönheit und Wert einheimischer Wildpflanzen

Seit dem Beginn des Insdustriezeitalters hat der Mensch seine Umwelt in beispielloser Geschwindigkeit verändert, mit dramatischen Auswirkungen auf uns und unsere Natur.In diesem Zusammenhang sind die Begriffe Ökösysteme, Biodiversität, Artenvielfalt heute in vieler Munde – aber was bedeuten diese Wörter eigentlich für uns im Kontext des bedrohlichen Artenschwundes unserer Zeit?

Das möchten wir in der Auftaktveranstaltung zu unserer
Workshopreihe
‘Die Bedeutung einheimischer Wildpflanzen im urbanen Raum’
gemeinsam herausfinden und die Schönheit und den Wert einheimischer Wildpflanzen kennenlernen.

Veranstaltungsort:
Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Lützowstraße 28
10785 Berlin

 

Hier geht’s zu den pdfs der Veranstaltungsreihe:
Ankündigung 27.6. 
AnkündigungWorkshops25

Kontakt: wachsenlassen@web.de

 

 

 


Pflanzentauschmarkt und mehr auf dem Gartenfest Villa Lützow

Die im Kiez Zentrum ansässigen Projekte und Vereine laden auch in diesem Jahr wieder ein zum Gartenfest mit einem bunten Programm für Groß und Klein, Mitmach-Angeboten und Infoständen zu bürgerschaftlichem Engagement aus dem Kiez und berlinweit.
Zum fröhlichen Ausklang des Festes gibt es Musik von fanfare gertrude, dem Funky Street Orchetra aus Berlin!

Der Gemeinschaftsgarten wachsenlassen lädt ein zum Pflanzentauschmarkt in der Zeit von 14.30 – 18.00 Uhr.

tauschen, verschenken, weitergeben:
ob zu groß gewordene und geteilte Stauden aus Gärten und von Balkonen, zu viel ausgesäte Gemüsepflanzen oder auch Zimmerpflanzen, die eine neue Heimat suchen… wir freuen uns auf Gärtner*innen aus Berlin und dem Umland!

Auch wer keine eigenen Pflanzen abzugeben hat, ist herzlich zum Stöbern und Fachsimpeln eingeladen.

Welche Elemente gehören in einen Naturgarten?
Am Infostand von Naturgarten e.V. gibt es praktische Tipps zur Pflanzenauswahl und anderen Komponenten.

Die bauhaus_werkstatt mobil lädt dich ein, mit den Ideen des Bauhauses zu experimentieren und dich von den gestalterischen Prinzipien des Bauhauses inspirieren zu lassen. Wir erkunden die faszinierende Welt der Bäume, Äste und Farben und schaffen daraus kleine Kunstwerke.

Am Stand der Stiftung Naturschutz Berlin gibt es die Möglichkeit, sich im persönlichen Gespräch über ein freiwilliges ökologisches Jahr zu informieren:
Gestalte deine Zukunft – Mach ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)!


Wir gärtnern nicht nur…

…sondern lieben es auch, mit unseren Kindern durch das Gartengelände zu streifen und nach Naturmaterialien zu suchen, mit denen wir kreativ werden können.
Die aufgesammelten Gleditschienschoten, von denen die Beete im Frühjahr gesäubert werden müssen und die sich schlecht kompostieren lassen, eignen sich hervorragend für ein “Wege-Domino”, bei dem immer die entsprechenden Farben aneinander gelegt werden müssen.
Wohin der Weg geht und welche Formen er annimmt, sorgt bei den Großen immer wieder für Erstaunen.

Auch unser ‘Mandala-Kreis’ im Familiengarten wird immer wieder mit neuen Farben, Formen und Motiven zu einfachen Landart-Bildern gestaltet.

Wichtig ist es uns hierbei, so wenig wie möglich Vorgaben zu machen und die Kinder so weit wie möglich selbst entscheiden zu lassen, wie die Objekte angeordnet werden.
Dabei entstehen immer wieder neue Ideen und auch ausführliche Diskussionen im Team…
Wir finden: am Ende kommt immer etwas Schönes dabei heraus und es hat allen Spaß gemacht.

Das Basteln und Gestalten mit nicht vorgefertigten Materialien regt die Fantasie an und sensibilisiert den Blick für schöne Fundstücke, die die Natur uns bietet.
Und legt bei de Kindern erste Grundsteie dafür, Sachen selber herzustellen und zu entwickeln.
Also einfach kreativ zu sein.

Manche unserer ‘Kunstprodukte’ sind temporär, immer wieder kann etwas Neues entstehen, an anderen wird länger gewerkelt und gebastelt, die Feinmotorik wird dabei sozusagen ‘en passant’ geschult.

So wie bei unserer Knochenfrau, an der aktuell gesammelt, geschraubt, geknotet und gebort wird.

Sie wird später unsere Kunsthütte am Familienzentrum Villa Lützow bewachen und erhält natürlich auch noch ein Knochenkind dazu…

 

Unsere Kreativangebote in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum Villa Lützow   werden gefördert durch:

 


Tauschen und verschenken statt konsumieren!

Wir danken den vielen Besucher*innen unserer Saatgut-Tauschbörse:
das war wieder ein wunderbarer Tag zum Austauschen, Verschenken, Weitergeben, Fachsimpeln!

Die vielen Hobbygärtner*innen in unserem Land erhalten alte Kultursorten durch ihren privaten Anbau in ihres Gärten und durch die freie Weitergabe ihres Saatgutes.
Ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz und gegen die Verarmung auf unseren Tellern.
Saatgut ist Kulturgut!

Wer am 9.3. keine Zeit hatte, aber am Saatguttausch interessiert ist: am 15.3. sind wir auch auf der Saatgut-Tauschbörse der ZLB Berlin anzutreffen

https://www.zlb.de/veranstaltungsuebersicht/bunte-saatgut-tauschboerse/


Saatgut-Tauschbörse am 9.3.2025

Sonntag, den 9.3.2025
15.00 – 19.00 Uhr
LeihSämerei
Gemeinschaftsgarten wachsenlassen

im Foyer des Kiez Zentrums Villa Lützow

Lützowstraße 28
10785 Berlin

Noch Saatgut übrig aus den letzten Jahren zum Tauschen oder Verschenken? Auf der Suche nach regionalem, samenfestem Saatgut für Garten, Balkon oder Hochbeet?

Wir laden Euch herzlich ein zum Tauschen, Schenken, Kennenlernen und Erfahrungen austauschen. Lasst uns gemeinsam die Pflanzen-und Insektenvielfalt stärken. Gegen Monotonie auf Balkonen, Gärten und auf unseren Tellern!

Durch den Austausch von regionalem Saatgut können wir dazu beitragen, den Reichtum alter und widerstandsfähiger Pflanzensorten unterstützen.

Auch wer kein eigenes Saatgut zur Verfügung hat, ist herzlich eingeladen zum Stöbern und Mitnehmen!


Für die Gemütlichkeit: Bei Kaffee, Tee und Kuchen können wir uns zusammensetzen – wir freuen uns auch über mitgebrachte Kuchenspenden.

Kontakt: wachsenlassen@web.de


Jahresende und Beginn

Immer häufiger wird darüber berichtet, wie wichtig Grünflächen in der Stadt sind- bieten sie doch die Möglichkeit, in den immer heißer werdenden Sommern ein wenig Schutz vor der Hitze und zum Durchatmen zu finden.

Aber auch die Wintermonate liefern reichlich Grund dafür, eine naturnah gestaltete Fläche in der Stadt aufzusuchen, vorausgesetzt, Sie haben dafür eine in der Nähe.

Viele Farben und Formen sind auch jetzt zu entdecken und können eine kleine Pause bieten von den großen und kleinen Alltagsdingen, die erledigt werden möchten und uns gedanklich beschäftigen und auch immer wieder Sorgen bereiten.

Auch die Luft ist auch im Winter zwischen Bäumen und Gehölzen allemal besser als in den vielen Verkehrs- und Einkaufszonen unserer Stadt. Wir sollten aufpassen auf unsere ‘grünen Lungen’, sie schützen und vermehren.

Während der letzte Grünkohl des vergangenen Jahres in strahlendem Grün auf seine allerletzte Ernte wartet, verheißt der jetzt wachsende Feldsalat schon zukünftigen Genuss. Nur noch ein bisschen warten auf diesen gesunden Wintersalat mit fein nussigem Aroma.

Einige der im letzten Jahr neu gepflanzten Wildblumen zeigen, dass sie gut angewachsen sind und werden voller Freude auf künftige Blütenpracht und Nahrung für Insekten begrüßt. Wie schön, das wuchsfreudige Leben im Wintergrau der Stadt zu finden.

Und nicht abgelenkt durch eine üppige Vegatation entdeckt das Auge nun andere Formen, die sonst meist gut versteckt sind.

Wer mag alles im Totholz wohnen, dort verschlungene Wege und Höhle anlegen und wo sind die Bewohner jetzt, zu der kalten Jahreszeit? Schlafen sie einen Winterschlaf, sind sie einfach eine Etage tiefer gezogen oder überleben nur ihre Nachkommen, die zu schlüpfen beginnen, wenn es wieder wärmer wird?

Wir können den Kopf frei bekommen beim Rundgang im winterlich Garten und die Gedanken zurückschweifen lassen ins vergangen Gartenjahr.

Was alles ist passiert im Jahreskreislauf 2024?

Während der Winter bei uns geprägt ist von Workshops und Saatgutreinigung, sind wir Ende Februar mit unserer Saatguttauschbörse gestartet.

Denn meist ist es spätestens Ende Januar soweit, dass die Gärtner*innen von der nächsten Saison zu träumen beginnen und sich fragen, welche Gemüse sie im nächsten Jahr anbauen möchten.

Im letzten Jahr sind bei uns Auberginen, Tomaten und Zucchini wunderbar gewachsen, auch wenn wir, wie so viele andere auch in diesem Jahr, extrem unter den vielen, vielen Schnecken zu leiden hatten. Unsere Salaternte ist so gut wie komplett ausgefallen. Gerettet hat uns am Ende dann wohl die Schaffwolle, die wir ins Beet gestopft habe. Und das Milpabeet musste ohne Bohnen auskommen. Waren es nur noch ‘zwei Schwestern’.

In diesem Jahr hoffe ich wieder auf eine bessere Salat- und Paprikaernte und möchte endlich einmal Artischocken ausprobieren. Und Rosenkohl, der im letzten Jahr auch nicht gelungen ist.

Warum wir Gemüse in unserem Garten anbauen?

Natürlich erst einmal, um zu zeigen, dass dies in der Stadt überhaupt möglich ist, denn das gelingt in kleinem Maße sogar auf der Fensterbank und/oder auf Balkonen.
Dann natürlich wegen der Kinder in unserem Garten.
Es macht einfach unheimlich Spaß, mit ihnen gemeinsam etwas anzubauen, was man später auch essen kann. Alle sind mit Eifer dabei.

Um dazu anzuregen, saisonal einzukaufen. Die Lebensmittel, die bei uns wachsen, benötigen nun mal keine langen Transportwege (und damit u.a. keine so hohen Kosten für fossile Brennstoffe in Form von z.B. Sprit oder Dünger.)

Um alte, regionale Kultursorten zu erhalten, um zu zeigen, wie man von ihnen samenfestes Saatgut gewinnen kann. Wertschätzung.

Im letzten Herbst haben wir einige in die Jahre gekommenen Staudenbeete umgestaltet und konsequent mit Wildpflanzen aus regioalem Saatgut bepflanzt.
Wir sind schon gespannt darauf, wie sich Pflanzen entwickeln werden und hoffen, dass alle gut angegangen sind.
Regionale Wildblumen haben einen wichtigen Platz in Ökosystemen, erfeuen uns durch ihre aparten Blüten und bieten Nahrung für Insekten und Vögel. Sie sind robust im Anbau und haben ein hohes Potential, sich an Klimaveränderungen anzupassen.

Dann gab es einige Instandsetzungsarbeiten, die wir im letzten Jahr getätigt haben. Unsere Bänke haben neue farbennfrohe Anstriche bekommen und wir haben die Beetbereiche deutlicher durch Abgrenzungen markiert. Da unser Garten öffentlich zugänglich ist und von immer mehr Besuchern aufgesucht wird, war es wichtig, die nicht zu betretenden Bereiche besser zu markieren.

Und schließlich haben wir den Garten bei Festen und Veranstaltungen wieder als Ort der Gemeinschaft und des Zusammenkommens genießen können.

Wir haben uns über zahlreiche Besucher*innen gefreut und danken unseren Kooperationspartner*innen für die gelungenen Durchführungen ihrer themenspezifischen Angebote.

Ebenfalls möchte ich an dieser Stelle noch einmal den vielen freiwillig engagierten Menschen danken, die sich mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten bei uns einbringen und uns zuverlässig unterstützen. Ohne sie wäre es nicht möglich, unsere Arbeit aufrecht zu erhalten!

In diesem Jahr starten wir mit unserer öffentlichen Saatgut-Tauschbörse am 9.3. und freuen uns auf ein weiteres Jahr in der Stadtnatur.

Wer bei uns mitmachen möchten, melde sich einfach unter wachsenlassen@web.de wir suchen besonders Menschen, die sich bei unserer Saatgutgewinnung /Leihsämerei einbringen möchten oder uns bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen können.
Bei der Gartenpflege- und gestaltung
wünschen wir uns Personen, die schon einen ‘Plan haben’ beim naturnahen Gärtnern.

Für alle, die uns finanziell unterstützen können und möchten: das geht am einfachsten unter betterplace.org / Gemeinschaftsgarten wachsenlassen

 

 

 


Workshops im November und Dezember

Donnerstag, 21.11.2024, 16.00 – 18.00 Uhr:

Lustige und individuelle Nisthilfen für Wildbienen für Garten und Balkon selbstgemacht.

In der Werkstatt im Kiez Zentrum Villa Lützow,
Lützowstr. 28
10785 Berlin

 

Donnerstag, 5.12.2024, 16.00 – 18.00 Uhr:

In diesem Holzbau-Workshop könnt ihr Eure eigene Eichhörnchenbar für Balkon oder Garten herstellen.
Eichhörnchen gehören mittlerweile zum Stadtbild und freuen sich ebenfalls wie Vögel über eine Winterfütterung.

Begrenzte Teilnehmer*innenzahl, bitte anmelden!
In der Werkstatt im Kiez Zentrum Villa Lützow,
Lützowstr. 28
10785 Berlin
Die Workshops sind kostenfrei, wir freuen uns über Spenden!


Tauschen, verschenken, sich austauschen….

.Ressourcen sparen, Konsumverhalten ändern, Abfall- und Überschussproduktion minimieren…

Es gibt sehr viele gute Gründe, sich danach umzuschauen, ob man die Sachen, die man gerade so nötig braucht, nicht irgendwo gebraucht zum kleinen Preis oder getauscht gegen einen anderen Artikel oder sogar geschenkt erwerben kann.

Unser Konsum hält unser aktuelles kapitalistisches Wirtschaftssystem am Laufen, aber: gibt es nicht vielleicht andere Wirtschaftssysteme, die zeitgemäßer sind?

Viele private Initiativen, aber auch Verbände, Institutionen und mittlerweile auch gar nicht so wenige Firmen ud Manufakturen versuchen, der wild wuchernden Produktion, die die Rohstoffe unsrer Welt ausbeutet und die Erde in Müll versinken lässt, etwas dagegen zu setzen.

Hier eine kleine Auswahl zum Thema für Berliner*innen:

BSR Tausch- und Verschenkemarkt online: https://www.bsr.de/verschenkmarkt/Classifieds/List/Index.aspx?PAGE=8&CustomerID=Berlin

https://www.gratis-in-berlin.de

Auf dieser Website finden sich auch immer wieder private Tauschveranstaltungen.

Die Webseite www.remap-berlin.de ist ein Angebot des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Berlin e.V. (BUND Berlin)
Dort wird auch über Tausch- und Schenkläden in Berlin informiert
Dort wird über Events und Veranstaltungen in Berlin informiert, die auf dem Weg zu Zero Waste weiterhelfen können. Ob Flohmarkt, Kleidertauschparty, Tauschbörse, Sperrgutmarkt…

https://a-gain.guide/de widmet sich der zirkulären Textilwirtschaft. Kleidung reparieren, spenden, aus Altem entsteht Neues…

Null Verschwendung“ ist das Ziel der https://www.zerowasteagentur.de, die Berlins Transformation der Kreislaufwirtschaft voranbringen will.

Auch Umsonstläden sind in Berlin gut zu finden, ein erster Überblick ist auf

https://www.tip-berlin.de/umsonstladen-berlin/ aufgelistet.

 

Auf unserem herbstlicher Pflanzentauschmarkt wurde auf jeden Fall wieder einfrig getauscht und wir hatten viel Freude dabei, uns mit unseren Besucher*innen auszutauschen.

  

Einen herzlichen Dank auch an Miren von BodenschätzeN für ihren wunderbaren Workshop ‘Erde ist nicht gleich Erde’, der neben viel wissenswerter Theorie über den CO2-Kreislauf unserer Erde auch gleich praktische Anleitunge dafür gegeben wurden, wie man die Erden seiner (Zimmer-)-Pflanzen leicht einfach selber aufbereiten kann, anstatt diese immer wieder neu zu kaufen.

Für Pflanzenfreund*innen gibt es online sogar eine eigene Tauschmarktseite:

https://www.tauschgarten.de/index.php

 


Pflanzentauschmarkt – ‚Tag des guten Bodens‘ am 18.10.2024

tauschen, verschenken, weitergeben:
ob zu groß gewordene und geteilte Stauden aus Gärten und von Balkonen oder zu viel gewordene Zimmerpflanzen
wir
haben auf jeden Fall wieder einige Pflanzen aus unserem Garten abzugeben und freuen uns auf Gärtner*innen aus Berlin und dem Umland!

Freitag, den 18.10.2023
15.30 – 19.00 Uhr

im Saal des Kiez Zentrums Villa Lützow
Lützowstraße 28
10785 Berlin

16.30-18.30: Erde ist nicht gleich Erde

In diesem Workshop erfahrt ihr Wissenwertes über Erde, woraus sie besteht, wo sie herkommt, welche umweltpolitischen Zusammenhänge bestehen und, ganz praxisnah: welche klimaschonenden Alternativen gibt es für Zimmerpflanzen?

Auch wer keine eigenen Pflanzen abzugeben hat, ist herzlich zum Stöbern, Fachsimpeln und Mitnehmen eingeladen.

Kontakt: wachsenlassen@web.de


Sommerfest bei wachsenlassen: Feiern in der Stadtnatur!

Seit 2010 pflegen wir unseren Naturgarten in Berlin Tiergarten-Süd, von Beginn an unterstützt durch viele freiwillig engagierten Mitgärtner*innen und angetrieben von dem Wunsch, eine vielfältige grüne Oase in der Stadt zu schaffen und zu erhalten.
Unsere Schwerpunkte liegen dabei im Insekten- und Vogelschutz, der Schaffung und Erhaltung von Lebensräumen für Tiere und Menschen und im Erhalt der Artenvielfalt.

Pflege der Natur bedeutet in unseren Augen auch Pflege der Menschen. Ein naturnah gestalteter Garten mit Gehölzen, Totholz, Benjeshecken, gebietsheimischen Blüh- und Wildpflanzen dient nicht nur als Trittsteinbiotop für einheimische Tier- und Pflanzenarten, sondern verschafft dem Menschen Linderung bei starker Hitze und Trockenheit, bietet einen Raum zum entspannten Aufenthalt, zum Durchatmen und zur beseelenden Naturbeobachtung.

Wir brauchen (mehr) Natur in der Stadt und wünschen uns noch viel mehr grüne und blühende Gärten in Berlin, damit unsere Stadt auch in Zeiten des Klimawandels lebenswert bleibt!

Wieviel Spaß es macht, sich in der Stadtnatur aufzuhalten, konnten wir an diesem heißen Nachmittag im August mit zahlreichen Gästen bei wunderbar entspannter Musik ausgiebig erleben.

Es konnte gemalt und gebastelt werden und wer wollte, konnte sich sein selbst gemischtes Kräutersalz oder Wurmkompost aus unserem Garten für Zuhause mitnehmen.

Ein besonderer Dank geht an unsere beiden fachkundigen Dozentinnnen:

Bei der Gartenbauerin Ute Stumm, die sich in ihrer Arbeit auf die Gestaltung von Naturgärten spezialisiert hat, konnten Balkonkästen naturnah bepflanzt werden und bei der fachkundigen Kräuerführung der Heilpraktikerin Carola Pichert erfuhren die Teilnehmerinnen viel Wissenswertes über die Kraft der (wilden) Heilkräuter in unserer Region.

An dieser Stelle sei auch noch einmal all den tatkräftigen und zuverlässigen Menschen gedankt, die gemeinsam mit uns unseren Stadtaturgarten in Berlin-Mitte pflegen und damit Veranstaltungen, Workshops, entspannte Feste und Aufenthalte überhaupt erst möglich machen.

Und einen großen Dank an die Initiative Tag des guten Lebens für die finanzielle und organisatorische Unterstützung bei der Ausrichtung unseres Festes.

 


Wir feiern die Natur in der Stadt!

Wir laden ein!

Am Freitag, den 16.8., in der Zeit von 16.30 – 20.00 Uhr möchten wir in einem geselligen Beisammensein einen Sommertag in der Stadtnatur genießen und laden herzlich dazu ein.

Mit Musik, Kreativangeboten für Groß und Klein, Kräutersalz zum Selbermischen und Mitnehmen, Wurmkompost zum Selbersieben.
Für Snacks und Getränke ist gesorgt, wir freuen uns auch über mitgebrachte Kuchenspenden!

Wer möchte, kann gegen 17.30 Uhr an einer Kräuterführung durch unseren Garten teilnehmen und sich ab 18.00 darüber informieren, wie eine naturnahe Bepflanzung des Balkons gelingen kann.
Je ein selbstbepflanzter Balkonkästen kann von insgesamt 4 Teilnehmer*innen direkt mit nach Hause genommen werden!

Wir freuen uns auf einen entspannten Nachmittag in der grünen Stadtnatur!

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Kiez Zentrum Villa Lützow
Lützowstraße 28
10785 Berlin


Save the date! Gartenfest im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen


1. Preis beim Umwelt- und Klimapreis Berlin Mitte 2024 für wachsenlassen Berlin

Seit 2010 gestalten wir unseren Gemeinschaftsgarten konsequent naturnah und wünschen uns, beispielhaft für andere Gärten in der Stadt zu sein.

Naturnahe unversiegelte Flächen in der Stadt sind als Klimaanpassungsmaßnahme unerlässlich. Sie senken Temperaturen, fangen Starkregen auf, verbessern die Luftqualität und ermöglichen zu jeder Jahreszeit einen erholsamen Aufenthalt im Freien. Sie sind Raum für Naturerfahrungen und Natur- und Umweltbildungsangebote. Bepflanzungen mit gebietsheimischen Pflanzen und Gehölzen fördern die Artenvielfalt und bieten Lebensräume.


Der Verlust der Artenvielfalt und Biodiversität ist eine der größten Bedrohungen unserer Zeit. Neben dem Einsatz von Pestiziden und Monokulturen macht der enorme Verlust von Lebensräumen vielen Tieren zu schaffen. Unser Naturgarten ist ein Trittsteinbiotop für Wildbienen, Insekten und Vögel, wir bieten Nahrung und Wasser, Nist- und Wohnmöglichkeiten wie Totholz, Steinbiotope, Benjeshecken und Brachflächen. Seit dem Sommer 2023 sind Zauneidechsen bei uns eigezogen, eine streng geschützte Art in Berlin.


Wir freuen uns über die Anerkennung des Bezirks Belin Mitte durch die Verleihung des 1. Preises
und sagen hier noch einmal herzlich Dankeschön!

https://www.berlin.de/ba-mitte/aktuelles/pressemitteilungen/2024/pressemitteilung.1456733.php

Die Pflege und Gestaltung unseres Naturgartens wird ermöglicht durch:


Workshop: Zuhause kompostieren mit Kompostwürmern

Ihr wollt auf kleinstem Raum geringe Mengen Biogut kompostieren?
Dann ist ein Wurmturm genau das Richtige für euch.
In diesem Workshop zeigen wir euch, wie ihr den Turm mit wenig Aufwand selbst bauen könnt.
Das benötigte Material wird zur Verfügung gestellt, so dass ihr am Ende bereits einen fertigen Turm mit nach Hause nehmen könnt! 
Damit danach auch nichts mehr schief geht, lernt ihr, was bei der Pflege des Turms und vor allem der Würmer zu beachten ist.

Wann: Fr., 7.6.2024, 16.00 – 19.00 Uhr
Wo: Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Lützowstraße 28, 10785 Berlin

Der Workshop ist kostenfrei.

Fotos: Kerem Saltuk


Du möchtest einen Wurmturm bauen, kannst aber nicht zum Workshop kommen? Kein Problem – auf der Website
www.workstation-berlin.org
findest du unter Downloads eine aktuelle Anleitung: https://workstation-berlin.org/wp-content/uploads/2024/01/Wurmturm-Anleitung.pdf


Bokashi – Zuhause kompostieren

Essenreste und Küchenabfälle im Eimer fermentieren – in diesem Workshop lernst Du Schritt für Schritt, wie es geht.

Wann: Fr., 24.5.2024, 17.00 – 19.00 Uhr

Wo: Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Lützowstraße 28, 10785 Berlin

Der Workshop wird durchgeführt von:

Kontakt: wachsenlassen@web.de

Die Pflege des Gemeinschaftsgartens wachsenlassen und die Ausrichtung von Veranstaltungen wird gefördert durch:


Warum brauchen wir Naturgärten (in der Stadt)?

Hitze, Trockenheit, Verlust der Artenvielfalt….neben den harten Fakten, warum wir (in unseren Städten) mehr naturnahe Flächen brauchen, hat jede*r bestimmt noch seine eigenen persönlichen Wünsche und Vorstellungen an die Stadtnatur.

Darüber möchten wir uns mit euch austauschen bei einem gemütlichen Zusammensein.

Wir können gemeinsam unseren Naturgarten erkunden, uns bei einem kleinen Snack zusammensetzen und etwas gemeinsam Selbermachen.

Wann: 16.5.2024, 15.30 – 18.30 Uhr
Wo: Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, auf dem Außengelände des Kiez Zentrums Villa Lützow, Lützowstraße 28, 10785 Berlin

Kontakt: wachsenlassen@web.de

Diese Veranstaltung findet statt im Rahmen des #Feldliebe-Aktionsmonat.

Die Pflege unseres Gartens und das Ausrichten von Veranstaltungen wird


#Feldliebe-Aktionsmonat

Am 16.5.2024 bei uns im Gemeinschaftsgarten:

Warum brauchen wir Naturgärten in der Stadt?
Uhrzeit: 15.30 – 18.30 Uhr

Gemütliches Zusammensein im Stadtnaturgarten zum Austauschen, Kennenlernen und Geniessen. Tee, Kuchen oder Snacks, kleines gemeinsames ‚SelberMachenProjekt‘


Ort: Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, auf dem Außengelände des Kiez Zentrums Villa Lützow, Lützowstraße 28, 10785 Berlin
Kontakt: wachsenlassen@web.de

alle Infos unter:


Pflanzentauschmarkt auf dem Gartenfest

Im Rahmen des Gartenfestes im Kiez Zentrum Villa Lützow veranstalten wir auch in diesem Jahr wieder einen

Pflanzentauschmarkt
in der Zeit von 15.00 – 18.00 Uhr.

tauschen, verschenken, weitergeben:
ob zu groß gewordene und geteilte Stauden aus Gärten und von Balkonen, zu viel ausgesäte Gemüsepflanzen oder auch Zimmerpflanzen, die eine neue Heimat suchen… wir freuen uns auf Gärtner*innen aus Berlin und dem Umland!

Auch wer keine eigenen Pflanzen abzugeben hat, ist herzlich zum Stöbern und Fachsimpeln eingeladen.

Die Arbeit in unserem Gemeinschaftsgarten wird


Warum Saatgut tauschen?

Gedanken zu unserer diesjährigen Saatgut-Tauschbörse am 25.2.2024

Ja, ich weiß, für diejenigen, die reine Sorten an Gemüse im Garten haben möchten, sind Saatgut-Tauschbörsen ein gefährlicher Ort.
Denn dort finden sich in der Regel wir Hobbygärtner*innen zusammen und wer von uns schafft es schon, penibel darauf zu achten, dass sich die Sorten nicht verkreuzen?
In diesem Fall also doch besser bei einem zertifizierten Bio-Saatgut-Anbieter kaufen.

Warum aber lohnt es sich trotzdem sehr, Saatgut zu tauschen?

Wir verändern unser Konsumverhalten.
Lösen wir uns doch mal langsam vom dem Gedanken, immer nur kaufen zu müssen. Es gibt so viele andere Möglichkeiten, Sachen zu erwerben, die man benötigt oder glaubt, zu benötigen. Und eine davon ist nun mal das Tauschen.
Eigenes Saatgut im Garten zu ernten, erweitert den Blick auf unsere Pflanzen. Wir erfahren, wie gut die Natur für sich selbst sorgen kann (wenn Mensch nicht immer eingreift). Viele Sommerblumen erhalten sich selbst durch Selbstaussaat. Wahrzunehmen, wie schön viele Gemüsesorten im zweiten Jahr blühen und was für eine Menge an Insekten sich an diesen erfreuen, ist auch für die Gärtnerin beglückend zu beobachten.
Wir erfahren Selbstwirksamkeit bei der ‘Herstellung’ des eigenen Saatgutes und sind stolz auf unsere ‘eigenen’ Sorten.

Saatguttausch trägt bei zum Erhalt der Artenvielfalt

Wer sein Saatgut jahrelang selbst gewinnt, läuft vor allem bei Fremdbefruchtern Gefahr, deren genetische Variabilität einzuschränken und dadurch Inzuchterscheinungen hervorzurufen. Im meist von der Größe her überschaubarem eigenen Garten mit geringer Anzahl an einzelnen Sorten ist es in der Regel nicht möglich, die genetische Vielfalt einer bestimmten Sorte vital zu erhalten.
Also: Auf einer Tauschbörse nach der gewünschten Sorte Ausschau halten und den Gen-Pool der jeweils gewünschten Sorte durch gegenseitiges Tauschen wieder auffrischen.

Immer häufiger findet man bei Tauschbörsen auch Saatgut von regionalen Wildpflanzen.
Unser Gemeinschaftsgarten wurde zum Beispiel auch in diesem Jahr von regionalen Saatgutzüchterinnen und Erhaltern reich beschenkt an Spenden mit insektenfreundlichen Blühpflanzen, von denen wir auf unserer Saatgut-Tauschbörse viele weitergeben konnten.
So können wir nicht nur etwas zum Erhalt von Sorten alter Kulturpflanzen beitragen, sondern auch zur Biodiversität unserer heimischen Natur.

Eigenes Saatgut tauschen bedeutet Ernährungssouveränität

Ein großes Thema und uns Hobbygärtner*innen in Mitteleuropa nicht unbedingt bewusst, bzw. nicht von unmittelbarer Dringlichkeit.

Schon immer haben Landwirt*innen in allen Ländern eigenes Saatgut von ihrer Ernte zurückbehalten für die Aussaat im nächsten Jahr. Und schon immer wurde dieses Saatgut untereinander getauscht. Dadurch wurde regionales, stadortangepasstes Saatgut gezüchtet und Biodiversität erhalten und gefördert.
Seit dem letzten Jahrhundert haben immer mächtiger werdende Saatgut-Konzerne durch den zunehmenden Verkauf von Hybrid-Saatgut die Macht über die weltweite Ernährung immer mehr unter sich aufteilen können. So kontrollieren heute allein die drei umsatzstärksten Unternehmen – Monsanto-Bayer, DuPont und Syngenta – 53 Prozent des Marktes.
Hybrid-Saatgut lässt sich im Folgejahr nicht wieder erfolgreich anbauen, die Bäuer*innen sind somit in jedem Jahr zum Neukauf gezwungen, wobei die Biodiversität auf der Strecke bleibt, in den vergangenen hundert Jahren haben wir bereits weltweit etwa 75 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Vielfalt verloren.
Und die Abhängigkeit von den mächtigen Konzernen, die passenderweise auch Düngemittel und Pestizide in ihren Verkaufspaketen mitliefern, treibt viele Kleinbäuer*innen weltweit in den wirtschaftlichen Ruin.
Mit jedem getauschten Saatkorn schärfen wir also auch den Blick dafür, dass die Herstellung von Lebensmitteln nicht in den Rachen von Konzernen gehört, sondern in die Hände von Bäuer*innen und Gemüsegärtner*innen.

Saatgut ist Kulturgut

Das Wissen um die Vermehrung von Nutzpflanzen haben die Menschen in den letzten Jahrtausenden zeitaufwändig erworben, immer wieder dazugelernt und von einer Generation an die nächste weitergegeben.
Regionale Pflanzenzüchtung bedeutet jahrelange Arbeit, genaues Beobachten, Schmecken und Selektieren, dabei passen sich die Pflanzen optimal an Boden und Klima an. Das Wissen darüber hatte früher jede Frau und die meisten Männer. Der Bedarf an (Heil-)Kräutern, Gemüse und Schnittblumen wurde in früheren Zeit zum größten Teil aus den Hausgärten gedeckt. Saatgut wurde zu Recht als das gemeinsame Erbe der Menschheit betrachtet.
Die Vielfalt der regionalen Sorten gehört daher uns allen und niemandem privat.

Saatgut tauschen bedeutet gemeinschaftliches Zusammenkommen und macht Spaß

Für mich ist das Veranstalten oder die Teilnahme an einer Saatgut-Tauschbörse auch immer Freude am Austausch mit anderen.
Wie viele unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, Liebhabereien und Wissensschätzen finden sich an einem solchen Tag zusammen!
Man lernt sich kennen, tauscht Erfahrungen aus und entdeckt immer wieder bisher unbekannte Sorten (ja, auch wir haben wieder ganz tolle zusätzliche Tomatensorten entdeckt, die wir in diesem Jahr unbedingt ausprobieren möchten).
Und es macht so viel Spaß, zu verschenken und beschenkt zu werden.

Und ja, selbst geerntetes Saatgut von anderen ist auch immer wieder gut für Überraschungen: Manch eine Sorte hat man nicht erwartet- aber hätte sie vielleicht sonst auch niemals entdeckt.
Unsere Gartentische sind so reichlich gedeckt, wir haben so viel weiterzugeben!

Falls ihr es für diese Gartensaison noch nicht gemacht habt:
Schaut euch um, wo noch Tauschbörsen in eurer Nähe stattfinden, da wird man im Netz mittlerweile gut fündig.

Unsere LeihSämerei im
Foyer des Kiez zentrums Villa Lützow
Lützowstraße 28
10785 Berlin

in welche wir und andere Gärtner*innen überschüssiges Saatgut einstellen ist
Di-Do, in der Zeit von 11.00 – 17.00 öffentlich zugänglich.

Falls ihr es für diese Gartensaison noch nicht gemacht habt:
Schaut euch um, wo noch Tauschbörsen in eurer Nähe stattfinden, da wird man im Netz mittlerweile gut fündig.

Unsere LeihSämerei im
Foyer des Kiez zentrums Villa Lützow
Lützowstraße 28
10785 Berlin

in welche wir und andere Gärtner*innen überschüssiges Saatgut einstellen ist
Di-Do, in der Zeit von 11.00 – 17.00 öffentlich zugänglich.






Vortrag: Wohnquartiere naturnah.

Wie kann ich meinen Garten, Balkon oder Hof naturnah gestalten?
Wie schaffe ich Akzeptanz? Wie gelingt die Pflege?

In ihrem reich bebilderten Vortrag mit anschließendem Erfahrungsaustausch beschreibt Corinna Hölzer Stolpersteine und Erfolge, wenn es darum geht, aus ödem Abstandsgrün ökologisch wertvolle Oasen zu schaffen. Im Wohnumfeld wird man ständig von Mietern und Hauswarten kritisch beäugt, muss erklären und geduldig sein. GaLaBau-Pflegefirmen müssen an die neuen naturnahen Flächen herangeführt werden, eine Herausforderung.

Dr. Corinna Hölzer ist Biologin und Mit-Gründerin der Stiftung für Mensch und Umwelt, bekannt durch deren Initiative „Deutschland summt!“ und das Projekt „Treffpunkt Vielfalt – Naturnahe Freiflächen in Wohnquartieren“, Berlin.

Freitag, den 22. März 2024
18.30 Uhr im Saal des Kiez Zentrums Villa Lützow
Lützowstraße 28
10785 Berlin
 

Viele Anregungen zum Thema finden sich unter:
https://stiftung-mensch-umwelt.de/veroeffentlichungen.html

Die Veranstaltung ist kostenfrei.


Saatgut-Tauschbörse am 25.2.2024

Sonntag, den 25.2.202415.00 – 18.00 UhrLeihSämerei
Gemeinschaftsgarten wachsenlasse
n

im Foyer des Kiez Zentrums Villa Lützow

Lützowstraße 28
10785 Berlin

Noch Saatgut übrig aus den letzten Jahren zum Tauschen oder Verschenken?Auf der Suche nach samenfestem Saatgut für Garten, Balkon oder Hochbeet?

Wir laden Euch herzlich ein zum Tauschen, Schenken, Kennenlernen und Erfahrungen austauschen. Lasst uns gemeinsam die Pflanzen-und Insektenvielfalt stärken. Gegen Monotonie auf Balkonen, Gärten und auf unseren Tellern!

BlühpflanzenMischungen für Baumscheiben und Balkonkästen von wachsenlassen Spenden und Infos von regionalen Saatgut-AnbieternVoranzucht: Wer möchte, kann an diesem Tag direkt aussäen, alles, was ihr dazu braucht, ist bei uns vorhandenStöbern in unserer LeihSämerei Für die Gemütlichkeit: Bei Kaffee, Tee und Kuchen können wir uns zusammensetzenwir freuen uns auch über mitgebrachte Kuchenspenden.

Kontakt: wachsenlassen@web.de

gefördert durch:


Kürzungen bedrohen Einrichtungen der Kinder,-Jugend-, Familien- und Nachbarschaftshilfe

Im Bezirk Mitte droht aufgrund der Haushaltseinsparungen des Senats ein drastischer Kahlschlag! Die Hälfte aller Einrichtungen der Schulsozialarbeit, Jugendsozialarbeit, Familien- und Nachbarschaftszentren sind davon betroffen, wie Christoph Keller, Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Gesundheit formuliert (https://www.instagram.com/reel/C2Kg3PmLt3j/).

Alle Berliner Bezirke sind von Kürzungen betroffen, der Bezirk Neukölln und jetzt auch Mitte sind es aktuell jedoch so brenzlich, dass wir alle nun wirklich die Notbremse ziehen und Handeln müssen.

Beginnen möchten wir mit folgenden Demonstrationen:

Donnerstag, 18.1.24, 12.00 Uhr vor dem Berliner Abgeordnetenhaus
und Dienstag, 23.1.24, 8:30 Uhr vor dem Roten Rathaus.

Leitet den Aufruf gerne weiter, KOMMT BITTE ALLE UND NEHMT KOLLEG*INNEN UND NACHBAR*INNEN MIT.

OFFENER (Protest) BRIEF
Berlin, 16. Januar 2024
Drohende Schließungen von fast 100 Einrichtungen in der Kinder- und Jugendhilfe und Familienförderung im Berliner Bezirk Mitte


Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister Kai Wegner, sehr geehrter Herr Bürgermeister und Senator Stefan Evers, sehr geehrte Frau Senatorin Katharina Günther-WÜnsch,
sehr geehrte Staatssekretärinnen und Staatssekretäre, sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger, sehr geehrter Herr Bezirksstadtrat Christoph Keller, sehr geehrte Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses, sehr geehrte Bezirksverordnete aus Berlin-Mitte,
sehr geehrte Damen und Herren,


mit großem Entsetzen haben wir, die Träger der freien Jugendhilfe im Bezirk Mitte, gemeinsam mit den betroffenen Schülerinnen, Kindern, Jugendlichen und ihren Familien zur Kenntnis genommen, dass ein wesentlicher Teil der vom Berliner Senat an den Bezirk Mitte gerichteten Einsparungs- forderungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und Familienförderung umgesetzt werden soll. Der Bezirk Mitte hat mit den Trägern in den Leistungen des SGB VIII §11 der Jugendarbeit, §13.1 der Jugendsozialarbeit und §16 der Familienförderung nur noch Leistungsverträge bis zum 30.04.2024 geschlossen und den Zeitraum von Februar bis April als Auslauffinanzierung der Angebote definiert. Damit droht im Bezirk Mitte 53 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, 28 Einrichtungen der schul- und berufsbezogenen Jugendsozialarbeit und 14 Familienzentren das Aus und die Abwanderung von hochqualifizierten und erfahrenen Fachkräften aus fast 100 Einrichtungen! Der Bezirk Mitte verabschiedet sich damit von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe, die sowohl eine präventive Wirkung entfalten als auch in akuten Krisensituationen unterstützen. Gerade benachteiligte Familien, Schülerinnen sowie Kinder und Jugendliche verlieren wichtige, verlässliche Ansprechpartnerinnen, sichere Räume der Begegnung und Angebote, die zur Stabilisierung dieser Zielgruppen wesentlich beitragen. Wichtige Bestandteile der Präventionskette gehen verloren und die Weiterleitung in ergänzende Unterstützungsangebote (z.B. Therapien) wird verhindert. Die langfristig aufgebaute und bewährte bezirkliche Infrastruktur in Form bestehender Kooperationen und Netzwerke wird zerstört.
Gerade die niedrigschwelligen Angebote in den Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulstationen und Familienzentren leisten einen wesentlichen Beitrag zur Gewährleistung des Kinder- und Jugendschutzes sowie der Familienförderung. In Zeiten von personellen Engpässen in den Regionalen Sozialpädagogischen Diensten (RSD) der Jugendämter, Bildungseinrichtungen, Raummangel und fehlenden therapeutischen Angeboten wird dieser Zielgruppe eine zentrale Unterstützung genommen – zumal eine funktionierende Sozialarbeit in diesen Angeboten die RSD der Jugendämter in den letzten Jahren deutlich entlastet hat.
Nach den Vorfällen Silvester 2022/23 wurden auf den Gipfeln gegen Jugendgewalt temporäre Maßnahmen beschlossen, die bestehende Angebote der Gewaltprävention in Jugend- und Familienarbeit ergänzen sollen. Diese Maßnahmen werden ad absurdum geführt, wenn die etablierten Angebote vor der Schließung stehen – genau die Bereiche, die laut dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner, auch nach Silvester 2023/24 zu stärken sind.
Bürgermeister und Senator Stefan Evers,
Senatorin Katharina Günther-Wünsch,

Sollten die Einsparvorgaben des Senats in der angekündigten Weise umgesetzt werden, sehen wir in den daraus resultierenden Schließungen einen gravierenden Verstoß gegen die Versorgungsverpflichtungen des SGB VIII und das Kinder- und Jugendfördergesetz sowie das Familienfördergesetz.
Diese Entscheidung ist unverantwortlich für den sozialen Frieden dieser Stadt!


Wir fordern von Ihnen als verantwortliche Politikerinnen, sich für eine uneingeschränkte Sicherstellung und perspektivisch für einen Ausbau der Angebote einzusetzen! Wir erwarten, dass die Verantwortlichkeiten dabei nicht von der Landes- und Bezirksebene „hin und her“ geschoben, sondern gemeinsam Lösungen gefunden werden!

Im solidarischen Schulterschluss – die Träger der Jugendhilfe mit Angeboten in den §11, 13.1 und 16 im Bezirk Mitte und Unterstützerinnen:
casablanca gGmbH Club Dialog e.V.
Kinderschutzbund Berlin e.V.
Kinderverein Ottokar e.V.
Moabiter Ratschlag e.V.
SOS-Kinderdorf Berlin Stadtteilverein Tiergarten e.V. Stiftung SPI
Stadtteilgruppe Moabit e.V. tandem BTL gGmbH Wohnwerkstatt e.V. Zukunftsbau GmbH
AG §78 Familienzentren
AG 78 Jugendberufshilfe
AG §78 Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit
AF §78 schulbezogene Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit
AG §78 Mädchen und junge FLINTA
AWO Kreisverband Berlin-Mitte e.V.
Bethania Diakonie gGmbH
Ev. Klubheim für Berufstätige e.V.
Fabrik Osloer Straße e.V.
FiPP e.V.
Frecher Spatz e.V.
FVAJ e.V.
Gangway – Straßensozialarbeit in Berlin e.V.
KIDZ e.V.
Paul Gerhardt Stift Soziales gGmbH
Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH
RAA Berlin

Die Absender im Namen des Bündnisses
Heidi Depil, casablanca gGmbH, Bürgerdeputierte im JHA
hdepil@g-casablanca.de

Sabine Derwenskus-Böhm, AWO Kreisverband Berlin-Mitte e.V., Bürgerdeputierte im JHA
derwenskus-boehm@awo-mitte.de

Anne Luther, SOS Kinderdorf Berlin, stellv. Bürgerdeputierte im JHA
Anne.luther@sos-kinderdorf.de
Sascha Mase, tandem BTL, Bürgerdeputierter im JHA
sascha.mase@tandembtl.de

Christian Neumann, Kinderschutzbund Berlin, Bürgerdeputierter im JHA
c.neumann@kinderschutzbund-berlin.de
Irene Stephani, Stadtteilgruppe Moabit e.V., stellv. Bürgerdeputierte im JHA
i.stephani@berlin.de


Pressekontakt
Rainer Kurzeder
Politische Kommunikation, Presse- & Öffentlichkeitsarbeit SOS-Kinderdorf Berlin
Botschaft für Kinder
Lehrter Straße 66
10557 Berlin
Mobil 0160 9078 6684 Rainer.kurzeder@sos-kinderdorf.de

________________________________

Weitere Informationen unter: Familienzentrum Villa Lützow


(K)ein Platz für wilde Tiere!

Wenn von wilden Tieren die Rede ist, denken die meisten von uns wahrscheinlich an Löwen, Tieger, Elefanten…..Eisbären…alle in ihrer Existenz bedroht und unterstützungbedürftig und sehr weit weg….

Denn: was ist eigentlich mit unserer einheimischen Natur und ihren wilden Tieren?


Was ist mit Gartenschläfer, Ringelnatter, Hufeisennase, Kiebitz, Iltis, der Waldbirkenmaus, der Smaragdeidechse, der Zauneidechse, der Waldeidechse, der Mauereidechse, dem Birkhuhn, dem Auerhuhn, der Sumpfohreule, der Turteltaube, dem Braunkehlchen, dem Gartenrotschwanz, dem Kuckuck, dem Feldsperling, dem Haussperling, dem Laubfrosch, der Kreuzkröte, dem Alpenschnegel, der Wald-Schnirkleschnecke….

… eine Rote Liste Berlin für Weichtiere aus dem Jahr 2016 (!) besagt, dass ca. 40 Prozent der Land- und Wasserschnecken und ca. 44 Prozent der Muscheln bedroht sind.

Aktuell stehen in Bayer knapp 70 Prozent der heimischen Schnecken- und Muschelarten stehen auf der Roten Liste.

Was ist mit den vielen Spinnen, Asseln, Käfer, Tag- und Nachtfaltern, Grashüpfern, Würmern, die so wichtig für unsere Ökosysteme deren Verschwinden die Menschen kaum wahrnehmen?

Die gemeinsam mit ihren schwindenden Lebensräumen lautlos verschwinden und bitterlich fehlen…

Viele von diesen unscheinbaren Tieren beseelen unseren Naturgarten, wir freuen und wundern uns über alles, was kreucht, fleucht, brummt und fliegt und versuchen nun schon seit 13 schönen Jahren, ihnen mitten in der Stadt Lebensräume zu bieten.

Was braucht ein Naturgarten?

Totholz.

In jeglicher Form.
Am besten als vertikales Totholz, aber da kommt uns immer wieder die Verkehrssicherheit in die Quere und es braucht immer wieder neue und ausführliche Gespräche, um gefällte Bäume wenigstens auf zwei Meter stehen lasse
n zu dürfen, auch da, wo sie so stehen, dass sie eigentlich keine*r auf den Kopf fallen können, wenn er/sie vorbei läuft.

Aber auch Holzstapel oder Holz aus Beete-und Wegeumrandung bieten für viele Insekten Lebensraum.

Brachen, “leere” Flächen, Lehm

Ein großes Problem für die Natur in der Stadt ist die übermäßige Versiegelung der Flächen. Alles schön aufgeraumt und (mit Laubläsern (!)) bestens zu reinigen.

Viele Wildbienen und andere Lebewesen brauchen Brachen und natürliche Baustoffe wie Sand und Lehm als Lebensraum und Nistplatz.

So etwas zu zulassen oder zu installieren ist sogar auf Balkonen möglich: eine kleine Schale mit Lehm kann überall aufgestellt werden.

was für Tiere stehen lassen

Ich bin mir nicht sicher, warum uns seit Jahrzehnten suggeriert wird, den Garten ‘winterfest’ zu machen, bedeute, alles aufzuräumen, was in irgendeiner Form als ‘unordentlich’ empfunden werden könnte.

Deutscher Ordnungssinn? Die Kettensägen-, Laubbläser- und Hecksler-Industrie?

Auf jeden Fall: Viele kleine Tiere benötigen abgestorbene Pflanzenteile und Blütenstände als Überwinterungsmöglichkeit. Vögel und andere Tiere freuen sich über stehengelassene Samenstände und auch ein paar Maiskolben und Johannisbeeren und andere Früchte kann man freundlicherweise auch für die Tiere des Gartens stehen lassen. Früher gab es dazu sogar deutsches Liedgut: “heut lasst uns ernten die allerletzen Felder…….Vögelchen und Mäuschen bekommen auch noch etwas ab…”

Sehen zudem auch wunderschön aus mit ihren Formen und Farben.

Winterfest bedeutet in unserem Naturgarten (neben dem Schläuche einrollen und ins Haus bringen und Sitzmöbel abdecken): Laub vom Rasen auf die Beete fegen, Laubhaufen für Igel und Co aufschichten (macht übrigens besonders mit Kindern eine Menge Spaß!).

Ich glaube, das war’s im Großen und Ganzen.

Essen und Trinken zu jeder Jahreszeit

Dass der Garten (oder Balkon) zu jeder Jahreszeit vom Frühblüher im März bis zu den Astern als Spätblühern bis in den November hinein Nahrung für Wildbienen bieten sollte, spricht sich mehr und mehr herum.
Also: Vielfalt lässt sich pflanzen!

Dass auch Insekten Durst haben, wird häufig vergessen.

Daher: Neben den Vogeltränken auch Insektentränken im Garten, auf Balkonen und Höfen anlegen. Geht ganz einfach, Kinder und Erwachsene haben Spaß bei der kreativen Herstellung und schön aussehen tut es auch.

Steinbiotope, durchlässige Ritzen und Fugen für Pflanzen und Tiere; Recyclingmaterialien

Mit viel Engagement und Muskelkraft (ein ganzes – geschenktes – Dach aus Spandau wurde nach Berlin Mitte transportiert) unserer Mitgärtner*innen haben wir in diesem Jahr neue Hochbeete in unserem Garten installiert.

Wir wollten weg von der kastenförmigen Bauweise mit Paletten und geschwungene Formen in unserem Garten installieren und suchten nach Möglichkeiten, die Hochbeete durchlässig zu gestalten, so dass auch Tiere und Pflanzen in den Ritzen Lebensräume finden können.
In den aufgeschichteten Dachziegeln wurde neben Erde auch eine Schicht Lehm eingebaut, bei der Mischung mit Sand haben wir mit unterschiedlichen Mischverhältnissen, die für Insektennistplätze empfohlen werden, experimentiert.

Natürlich verfügen die Hochbeete auch über ein entsprechendes Innenleben, zum Hochbeetbau folgt hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft ein gesonderter Bericht.

Wir sollten überall da, wo wir die Möglichkeiten haben, mit recycelten (Natur-) materialien arbeiten.

Viel zu viel von Menschen verursachter Müll auf dieser Welt.


Das bedeutet natürlich auch (körperliche) Arbeit, Transport, Organisation, aber es lohnt sich und eigentlich macht es dem Menschen sogar Spaß, sich zu bewegen.
Muss man halt nicht in ein dröges Fitness-Studio.

Wir hoffen sehr, dass sich viele Tiere und einheimische Pflanzen in all den Ritzen und Fugen einnisten werden.

In diesem Zusammenhang haben wir auch mit den Kindergartenkindern in unserem Garten eine Krabblerburg errichtet.


Mit Innenleben zum Rückzug und Möglichkeiten zum Sonnenbaden in den Außenbereichen. Und hoffentlich kommt die Zauneidechse zurück, die ich im Spätsommer dieses Jahres in unserem Garten gesichtet habe, weiß der Teufel, wie sie den Weg in unseren
Garten gefunden hat.

Was ihr sonst noch in euren Naturgärten machen könnt: Blühwiesen aussäen!

Eine Miniform von so etwas geht auch im Blumenkasten auf der Fensterbank.

Wichtig auch hierbei: auf regionales Saatgut achten!

Da wird man im Internet unter regionales Saatgut mittlerweile gut fündig, wenn amn passende Anbieter sucht. Auf die bunten Tütchen aus dem Baumarkt sollte man verzichten.

Liebe Freunde,

Die Menschheit führt Krieg gegen die Natur.

Das ist Selbstmord.

Die Natur schlägt immer zurück – und das bereits mit wachsender Kraft und Wut.

Die Artenvielfalt bricht zusammen. Eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht.

Ökosysteme verschwinden vor unseren Augen.

Wüsten breiten sich aus.

Feuchtgebiete gehen verloren.

Jedes Jahr verlieren wir 10 Millionen Hektar Wald….”

Anfangsworte der Ansprache des Generalsekretärs Antonio Guterres an der Columbia University: „Der Zustand des Planeten“
New York 02. Dezember 2020

https://www.un.org/sg/en/content/sg/speeches/2020-12-02/address-columbia-university-the-state-of-the-planet

Wer Lust hat, sich gemeinsam mit uns für Biodiversität und Stadtnatur zu engagieren, schreibe an uns unter:

wachsenlassen@web.de

Und finanziell kann man uns ganz leicht unterstützen unter:

https://www.betterplace.org/de/projects/83319-gemeinschaftsgarten-wachsenlassen-artenvielfalt-erhalten


Workshop: Winterfutter für Vögel selber herstellen

Am Donnerstag, 7.12.2023,
16.00 – 18.30 Uhr

könnt ihr bei uns Fettfutter für Vögel mit einer von uns ausgesuchten und hochwertigen Körnermischung selber herstellen.
Wenn möglich: Bitte alte Tassen zum Füllen mitbringen!

Unsere gefiederten Freunde freuen sich über zusätzliches Futter im Winter und es macht sehr viel Freude, sie auf Balkon, Terasse oder im Garten zu beobachten.

Ein schönes selbstgemachtes Weihnachtsgeschenk für Tierfreundinnen!

Raum wachsenlassen EG im
Kiez Zentrum Villa Lützow
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Begrenzte Teilnehmerzahl, bitte anmelden unter: wachsenlassen@web.de

Gemeinsam mit dem Familienzentrum Villa Lützow


Workshop: Nisthilfen für Wildbienen selber bauen

Am Donnerstag, den 30.11.2023, 16.00 – 18.30 Uhr

könnt ihr bei uns lustige Insektennisthilfenfür Balkon oder Garten selber bauen. Diese sind geeignet für Wildbienen, die in hohlen Stengeln nisten.
Wie wir finden, ein passendes Weihnachtsgeschenk für Tierliebhaber.

Dazu gibt es auf Wunsch ein Samentütchen mit passenden Blühpflanzen als Nahrung für das nächste Jahr. Nicht nur in Gärten, auch auf Balkonen können wir unsere bedrohten Insekten unterstützen!

Raum wachsenlassen EG im
Kiez Zentrum Villa Lützow
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Begrenzte Teilnehmerzahl, bitte anmelden unter: wachsenlassen@web.de

Gemeinsam mit dem Familienzentrum Villa Lützow


VORANKÜNDIGUNG: SAVE THE DATE!

Jetzt beginnt wieder die Pflanzzeit und vielleicht soll das eine oder andere Plätzchen im Garten, auf Balkonen oder auch in der Wohnug für neue Schätze frei geräumt werden.

Daher laden wir ein zum

Pflanzentauschmarkt am Freitag, den 20.10.2023

16.00 – 19.00 Uhr

im Raum wachsenlassen und im Foyer des
Kiez Zentrums Villa Lützow

Lützowstraße 28
10785 Berlin

tauschen, verschenken, weitergeben:
ob zu groß gewordene und geteilte Stauden aus Gärten und von Balkonen oder auch zu viel gewordene Zimmerpflanzen… wir freuen uns auf Gärtner*innen aus Berlin und dem Umland!

Auch wer keine eigenen Pflanzen abzugeben hat, ist herzlich zum Stöbern und Fachsimpeln eingeladen.

Kontakt: wachsenlassen@web.de


Danke für Eure Unterstützung beim Umwelteuro!

Liebe Unterstützer*innen von KIDZ e.V. und wachsenlassen!

Mit eurer Hilfe haben wir es geschafft, beim Wettbewerb GASAG-Umwelteuro unter die ersten 20 Plätze und damit in die Wertung für einen Publikumspreis zu kommen.
Wir freuen uns sehr über die vielen für uns abgegebenen Stimmen.

Vielen herzlichen Dank dafür!


Mittagstisch im Kiez

Wir laden ein!

Am Dienstag, den 26.9.2023 bieten wir wieder einen gemeinsamen Kiez-Mittagstisch vor dem Familienzentrum, Villa Lützow, Lützowstraße 28, 10785 Berlin an.

Uhrzeit: 12.30 – 14.00 Uhr

Diesmal gibt es Gemüse-Lasagne (auch als vegane Variante) mit Mangold aus dem Gemeinschaftsgarten.

Endspurt bei GASAG Umwelteuro:
Bis morgen könnt ihr/Sie noch eine Stimme unter Projekte für KIDZ e.V. wachsenlassen abgeben: https://www.gasag-umwelt.de/ und damit unsere Arbeit auf einfachem Wege finanziell unterstützen!


Jetzt für uns beim GASAG Umwelteuro abstimmen!

https://www.gasag-umwelt.de/

Liebe Freundinnen und Freunde des Gemeinschaftsgartens,

bitte unterstützt unsere Arbeit und stimmt beim GASAG Umwelteuro unter Projekte für KIDZ e.V. wachsenlassen

Auf leichtem Wege könnt ihr uns dabei helfen, Geld für unseren Stadtnaturgarten und unsere Natur- und Umweltbildungsarbeit zu gewinnen. Einfach auf die Website GASAG Umwelteuro 2023 gehen und per sms abstimmen.

Und bitte unbedingt weitersagen an alle, die ihr kennt, jede Stimme zählt!

Vielen herzlichen Dank und Grüße sagt das Team wachsenlassen!


Der Wunschbaum

Im Jahre 2010 haben wir begonnen, auf dem Außengelände des heutigen Kiez Zentrums Villa Lützow in Berlin Tiergarten-Süd, einen ca. 2000 qm großen Bereich als Naturgarten zu gestalten und zu pflegen.

Genauso lange begleitet uns unser Maulberbaum, ein Morus nigra, in unseren Augen leider zu nahe am Außenzaun gepflanzt, doch dazu nachher mehr.

Der Maulbeerbaum (Morus alba) stammt ursprünglich aus China, Japan und Korea und gelangte über Spanien, Italien, Frankreich nach Europa. Hintergrund der Einführung war unter anderem der Versuch, selber Seide herstellen zu wollen. Dazu gab es ja bekanntlicherweise auch Versuche in Brandenburg…

Da unser Maulberbaum ein Morus nigra ist, sind wir nicht auf die Idee gekommen, in die Seidenproduktion einzusteigen (die Raupen des Seidenspinners mögen nämlich nur die weiße Sorte), sondern lieben wir ihn vor allem wegen seiner wohlschmeckenden Früchte und seines schönen Wuchses.

Der Nigra kommt übrigens vermutlich aus Vorderasien, vielleicht dem Gebiet des alten Persiens und wird schon seit der Antike am Mittel­meer angebaut und ist dort manchmal auch als verwilderte Form zu finden. Attraktiv machen ihn auch dort seine wohlschmeckenden, durstlöschenden und erfrischenden Früchte.

Auch in der Pflanzenheilkunde findet der Maulbeerbaum Verwendung.Wir ernten und trocknen seine Blätter für unsere Teemischungen, sie lindern Halsschmerzen und helfen bei Angina.

Im alten China wurde die Maulbeerbaume als Bäume des Sonnenaufgangs und der Sonnen-Mutter verehrt.
Bei den Griechen galten sie als Symbol der Klugheit und seine wohlschmeckenden Beeren, die den Menschen köstliche Nahrung darboten, wurden als Götterfrüchte verehrt.

Und es gibt die tragische Liebe von Pyramus und Thisbe in den Metamorphosen von Ovid, wo wir anschaulich erfahren, wie die Früchte ihre blutrote Farbe erhalten haben.
Maulbeerbäume sind nicht nur nützlich, gesund und schön, sondern auch lauschige Schattenspender. Sie haben eine heitere und freundliche Ausstrahlung, fördern die Geselligkeit und sind bestens als Haus-Bäume geeignet. Die Maulbeere ist ein Baum für jeden Tag. Eigentlich. Bescheiden. Freundlich. Die Mutter der Sonne.

Heutzutage gilt der in der Türkei sehr bekannte Maulbeerbaum auch vielen als ein Sinnbild für türkische Einwanderung nach Deutschland: Wie er sind auch die türkeistämmigen Einwanderer der 60er und 70er Jahre in Deutschland heimisch geworden. Sie, ihre Kinder und Enkel sind heute in Deutschland fest verwurzelt. Als ein Teil der Gesellschaft leistet jede*r einzelne von ihnen mit seiner Arbeit, seinem Engagement, seiner Herkunftskultur und den Früchten seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag für das gemeinschaftliche Leben in Deutschland.

Und übrigens: Seit Neuesten wird der Maulbeerbaum von einigen als Klimabaum der Zukunft gehandelt, weil er den veränderten Bedingungen in Zeiten des Kliamwandels ganz gut stand halten kann.

Da unser Maulbeerbaum sehr nah an den Außenzaun zum Bürgersteig hin gepflanzt worden ist, haben wir seit Jahren darauf geachtet, seine unteren Äste regelmäßig zu schneiden. Es gab nämlich Beschwerden darüber, dass der Kehrwagen der Stadtreinigung, der den Bürgersteigt säubert, nicht darunter durchfahren könne. Also haben wir sorgfältig darauf geachtet, dass dies gewährleistet ist.

Was das wunderbare daran ist (war?), dass der Baum so nah am Bürgersteig steht, ging uns erst nach Jahren auf, als der Baum seine ersten Früchte trug:
Jedes Jahr versammelten sich viele Anwohner und auch zufällig vorbeikommende Passanten unter dem Baum, um ihn zu beernten. Menschen aus Syrien, Iran, Türkei, Nord-Mazedonien, China, Griechenland und und und trafen sich unter den Zweigen des Baumes, kamen ins Gespräch, erzählten uns Geschichten aus ihrer Kindheit und strahlten vor allen Dingen eins aus: Freude!

Dieser Baum mit seinen Früchten ist (war?) manchmal lang vergessene Heimat.

Und manch eine Berlinerin kostete zum ersten Mal in ihrem Leben eine Maulbeere.

In einem Jahr erstrahlte unser Marus nigra sogar als Wunschbaum. Mit Wünschen beschriftete Stoffbinden konnten an seine Äste gebunden werden und wer weiß, vielleicht sind einige davon in Erfüllung gegangen.

Dass ich nun über den Maulbeerbaum schreibe, hat einen traurigen Anlass. Mitte Juni diesen Jahres – mitten zur heißen Jahreszeit, mitten zur Erntezeit, wurde der Baum aus uns noch nicht einsichtigen Gründen sehr stark – ich empfinde die Art und Weise, besonders zu dieser Jahreszeit als sehr brutal-, beschnitten.

Der Baum blutet seither aus seinen Wunden und ja, vielen Menschen blutet das Herz.

Beraubt seiner schattenspenden Eigenschaft, geschmälert in seinem charaktervollen Wuchs steht er nun nackt am Zaunesrand, unerreichbar die Früchte für kleine und große Freundinnen.

Ich versuche, seit nunmehr sechs Wochen eine Antwort auf die Frage Warumzu bekommen, bisher hat sich noch niemand aus der zuständigen Verwaltung zu einem persönlichen Gespräch bereit erklärt.

Schmerzlich für mich und alle, die sich in unserem Garten seit 13 Jahren für den Erhalt der Stadtnatur mit Rat und Tat engagieren.

Wer seinen Maulbeerbaum im Sommer oder im Herbst schneidet, sorgt damit dafür, dass dieser langfristig verkommt.

Die Maulbeere ist ein Baum für jeden Tag. Bescheiden. Freundlich. Die Mutter der Sonne. Eigentlich.


Unsere Gartenvögel im Jahreskreislauf – entdecken-erleben-schützen

oder: was wir mit unseren Kindergartenkindern alles so im Garten entdecken.

Erst einmal kennenlernen:
Mit Büchern, Tafeln und Abbildungen haben wir die unterschiedlichen Vögel in unserem Garten kennengelernt, gemalt und gebastelt.
Der jeweils persönliche Lieblingsvogel wurde als magnetischer Anstecker mit nach Haue genommen.

Als Spatz, Taube, Kohl- und Schwarzmeise, Rotkehlchen, Amsel und Specht erst einmal bekannt waren, sind wir durch den Garten gezogen und haben versucht, den Vogelstimmen zu lauschen.
Schwierige Übung, so lange stille zu sein – aber es hat doch immer besser und länger geklappt. Natürlich waren die Spatzen am lautesten! (und am besten zu sehen)

Wir haben die gehörten Stimmen mit entsprechenden Vogelstimmen-Apps verglichen und nach und nach konnten die Kinder diese immer öfter den Vögeln zuordnen.

Wir haben wir uns die gesammelten Vogelnester der letzten Jahre angeschaut, wie unterschiedlich die einzelnen Vögel ihre Nester bauen.

Und was dafür alles verwendet wurde, wir haben nicht schlecht gestaunt! Halme, Moose, Haare, Wurzeln, Blätter, Garne, Papierfetzen, Rindenstückchen, alles wurde verwendet. Einige Nester des letzten Jahres waren auffällig blau – da hat wohl jemand im Jahr davor mit blauen Wollgarn seine Pflanzen angebunden.

Wir lernten einiges über die unterschiedlichen Formen und Höhen der Nester. Es gibt offene Nester und Höhlen, auch die Einschlupflöcher in den Nistkästen benötigen unterschiedliche Durchmesser und einige sitzen sogar an der Seite.

Als Höhepunkt konnten wir eine Amsel dabei beobachten, wie sie im dichten Gehölz einer Hecke auf Augenhöhe ihr Nest baute.

Im Frühsommer konnten wir dann die Elternvögel beobachten, wie sie Futter für ihren Nachwuchs suchten. Zu unserer Freude haben sich in diesem Jahr zum ersten Mal wieder Stare in unserem Garten eingefunden, deren Jungvögel den Eltern auf dem Boden bei der Futtersuche folgen.
Auch die kleinen Meisenästlinge konnten wir im verlausten Holunderbaum dabei beobachten, wie sie ihre tschilpenden Jungen fütterten.

Also, was fressen unsere Vögel denn eigentlich so?

Wie sich herausstellte, ist dies durchaus unterschiedlich. Während die Spatzen und Finken in unserem Garten hauptsächlich Körnerfresser sind, füttern sie während der Brutzeit aber ebenfalls Insekten, da die junge Vögel das tierische Eiweiß benötigen. Die anderen Singvögel fressen den Sommer über Insekten, Würmer, Larven, Läuse, Beeren, was uns dazu bewogen hat, mit den Kindern mit Lupen auf die Suche nach Insekten in unserem Garten zu gehen.

Das wiederum hat bei den Kindern eine große Begeisterung ausgelöst und wir haben wieder einmal festgestellt, das alles, was ‘kreucht und fleucht’ bei ihnen auf viel größeres, unvoreingenommenes Interesse stößt als bei Jugendlichen oder Erwachsenen.

Also heißt es im nächsten Jahr: Unsere Insekten im Jahreslreislauf – entdecken-erleben-schützen

So wurde vieles mit den Lupen untersucht und erkundet und natürlich blieben wir auch immer wieder vor unserem Wurmkompost stehen und haben darüber geredet, wie diese Würmer Lebensmittelabfälle in wertvolle Erde verwandeln.

Bei der regelmäßigen Pflege unserer Vogeltränken, die wir gemeinsam mit den Kindern durchführen, kam dann die Frage auf, wo denn die Insekten trinken können und wir haben für jedes Kind eine Insektentränke für zu Hause gebastelt. Diese werden hoffentlich regelmäßig mit Wasser gefüllt werden.

Im Herbst verlassen einige Vögel unseren Garten. Wir lernen, dass es Kurz- und Langstreckenflieger gibt und dass selbst Amseln und die Kohlmeise manchmal herumzieht, um bessere Futterbedingungen oder ein besseres Klima zu finden. Und wir erfahren, dass einige Zugvögel aufgrund des Klimawandels sogar vermehrt hier bleiben, weil die Winter bei uns immer wärmer werden.

Dazu haben wir noch einmal die Größe der unterschiedlichen Vögel verglichen und waren erstaunt, wie weit so ein kleiner Vogel fliegen kann.

In unserem Garten lassen wir die Samenstände der abgeblühten Pflanzen stehen, darüber freuen sich viele Körnerfresser zu jeder Jahreszeit, wie Spatzen und Finken, die wir nun gut beim Fressen der Samen beobachte können.

Den Herbst haben wir dazu genutzt, um neue Schutzzonen für unsere Gartenvögel zu errichten. Vögel wie das Rotkehlchen oder der Zaunkönig benötigen besonders dichtes Unterholz, um sich zu verstecken und oder zu brüten.

Mit dem anfallenden Gehölzschnitt haben wir eine Benjeshecke gebaut.

Im Winter schließlich wurde es Zeit, neues Vogelfutter herzustellen. Wir mischten Körner, lernten noch einmal eine Menge darüber, was welcher Vogel am liebsten mag und mischten Fettfutter an.
Jedes Kind bekam eine Tasse oder ein ‘Sternchen’ mit nach Hause.

Es wurden neue Nistkästen für das nächste Jahr gebaut. Unter Anleitung konnten da auch schon die Kleinsten helfen beim sägen, schmiergeln und anmalen.

Unsere Gartenvögel im Jahreskreislauf: ein Jahr voller Entdeckungen!

Wir sind sicher, dass die Kinder nun ein anderes Verständnis für unsere Gartenvögel haben und aufmerksamer ihnen gegenüber geworden sind.

Wir haben erkannt, dass heutige Stadtkinder noch weniger über Vögel wissen, als wir erwartet haben und haben uns sehr das enorme Interesse der Kinder gefreut. Alles wurde hinterfragt, bestaunt und erforscht und die Anteilnahme am Leben der Vögel war sehr groß.
Nur was wir kennen und lieben, können und wollen wir auch schützen.

Wir danken der Stiftung Berliner Sparkasse für die Unterstützung unserer Arbeit!


Umwelt- und Klimapreis Berlin Mitte 2023

Wir haben heute den 1. Preis beim Umwelt- und Klimapreis Berlin Mitte 2023 in der Katergorie Begrünung verliehen bekommen!

Besonders freut uns die Katergorie, da wir uns in unserem Garten seit Jahren darum bemühen, eine naturnahe, nach permakulturellen Kriterien angelegte ganzheitliche Gartengestaltung zu etablieren, die Lebensräume für Pflanzen, Tiere und Menschen bietet.
Besonders am Herzen liegen uns dabei der Wildbienen- und Vogelschutz und der Erhalt der Artenvielfalt.

Menschen ab dem Kindergartenalter können in unserem Gemeinschaftsgarten eine Beziehung zur Natur aufbauen, pflegen und geniessen.

Wir haben an diesem Tag tolle kleine und große Menschen mit ihren engagierten Projekten für unsere Natur kennengelernt, das gibt immer wieder Mut in schwierigen Zeiten!

Einen besonderen Dank an dieser Stelle auch noch einmal an unseren Verein KIDZ e.V., einem anerkannten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe, der uns seit Jahren dabei unterstützt, Natur- und Umweltbildung und die Pflege der naturnahen Stadtnatur auf dem Gelände des Kiez Zentrums Villa Lützow in Berlin Tiergarten-Süd aufrecht aufrecht zu erhalten!


Gemeinsamer Kiez-Mittagstisch am 6.6.2023

Wir laden ein!

Am 6. Juni, in der Zeit von 13.00 – 14.30 gibt es wieder einen gemeinsamen Mittagstisch im Kiez mit dem Familienzentrum Villa Lützow.

Diesmal mit leckerem Oregano-Pesto aus unserem Gemeinschaftsgarten.

Vor dem Familienzentrum Villa Lützow
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Kontakt: wachsenlassen@web.de


DIY-DIT_ Kräuteröle und -essige selber herstellen

Am Donnerstag, den 1. Juni 2023, in der Zeit von 14.00 – 17.00 Uhr
könnt Ihr gemeinsam mit uns Kräuteröle oder -essige mit frischen Kräutern aus unserem Garten ansetzen.

Wenn möglich, bitte eigene kleine Flaschen mitbringen.

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
auf dem Gelände des Kiez Zentrums Villa Lützow
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Kontakt: wachsenlassen@web.de


Verkehrsberuhigung für einen Sommer

Nun ist sie da, die Verkehrsberuhigug, für die sich die Mitglieder der Initiative Steinmetzkiez seit 2018 mit großem nachbarschaftlichem Engagement einsetzen, jedoch erst einmal temporär befristet für die Monate Mai-Oktober in Form einer Sommerstraße.

Bei der Einrichtung von Sommerstraßen in Berlin handelt es sich um eine Verkehrsinitiative der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz. Durch die Einrichtung autofreier Sommerstraßen soll sicherer Freizeitraum entstehen, die “den Anwohner:innen in den Sommermonaten einen Raum und die Möglichkeit zur Begegnung, zum Verweilen, zur Erholung, zur Kommunikation mit der Nachbarschaft und zum Spielen zu geben” heißt es dazu aus dem Senat.

Eröffent wurde die Sommerstraße in der nördlichen Steinmetzstraße in Berlin Schöneberg am 29. April durch ein nachbarschaftliches Fest mit Musik, Tanz und Spiel und gemeinsamen Aussaataktionen durch das Team wachsenlassen der neuen, vom Senat zur Verfügung gestellten Stadtmöbel mit Pflanzkübeln.

Ein Teil der Intitiator*innen und Bezirkspolitk.

Die Brass Bands Fanfare Gertrude (https://fanfaregertrude.de) und Westcostars (https://ffffan.fr/les-fanfares/les-westcostars) sorgten für viel gute Laune!

Da nicht sicher ist, was mit den Pflanzkübeln nach Beendigung der Sommerstraße passiert, haben wir uns für eine Aussaat mit insektenfreundlichen Sommerblumen entschieden und keine Stauden gepflanzt. Diese werden sicherlich mit den bunt blühenden Baumscheiben harmonieren, die wachsenlassen (www) seit dem letzten Jahr mit Hilfe von Anwohner*innen begrünt und gepflegt hat.
Ebenfalls wieder sehr beliebt: Steine bunt anmalen für zusätzliche Verschönerung der Baumscheiben!

Viele haben an der Vorbereitung und Durchführung des wunderschönen Eröffnungsfestes der Sommerstraße Steinmetzstraße geholfen, hier noch einmal ein Dank an alle Unterstürtzer*innen!

Wie wird es nun weitergehen?

Der gesperrte Bereich der Straße wurde von Anfang an rege zum Spielen und Aufenthalt in der nun deutlich ruhigeren Straße von Anwohner*innen genutzt, auch die Pflanzkübel und Baumscheiben werden nachbarschaftlich gepflegt, die meisten Nachbar*innen scheinen die neue Aufenthaltsqualität in ihrer Wohnstraße zu geniessen.

Aber: Sommerstraßen haben einen Versuchscharakter – sie sollen zwar zeigen, wie der neu gewonnene Platz freizeitlich genutzt wird, welche Alternativen es für die heute vorwiegende Dominanz des Autos in Berlin gibt und was die besten Möglichkeiten sind, diese funktional umzusetzen, aber ob es ab November zu der gewünschten dauerhaften Sperrung der Straße kommen wird, ist auf keinen Fall abzusehen.


Da liegt wahrscheinlich wieder viel erneute Überzeugungsarbeit vor der nachbarschaftlichen Initiaitve Steinmetzkiez.

Aber jetzt erst einmal den neuen Freiraum für alle kleinen und großen Nachbar*innen geniessen!


Die letzte Amsel

Wortlos im Angesicht der Schönheit

Die die Menschen in atemraubender Schnelligkeit zerstören

Was ist geschehen?

Die Zeit ist einmal mehr aus den Fugen geraten

Es scheint mir schlimmer denn je

Eine frühe Amsel noch fast in der Nacht.


Pflanzentauschmarkt am 12.5. 2023

tauschen, verschenken, weitergeben:
ob vorgezogene Gemüsejungpflanzen, zu groß gewordene und geteilte Stauden aus Gärten und von Balkonen… wir freuen uns auf Gärtner*innen aus Berlin und dem Umland!

Ihr könnt auch gerne vorbei kommen, wenn ihr keine eigenen Pflanzen abzugeben habt.

16.00 – 19.00
vor dem Familienzentrum Villa Lützow
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Zeitgleich findet auf dem ganzen Gelände des Kiez Zetrums Villa Lützow ein Frühlingsfest statt.

Gemeinsam mit dem Familienzentrum Villa Lützow

Kontakt: wachsenlassenweb.de


Mix Dir Deine eigene Teemischung!

Wir räumen unsere Teekisten der Ernte 2022!

Bei Kräutertee hat jede*r seine eigenen Vorlieben und Bedürfnisse und häufig passen die angebotenen Teemischungen nicht so ganz.

Am Donnerstag, den 4.Mai 2023, in der Zeit von 14.00 – 17.00 Uhr

könnt ihr euch aus unseren sorgfältig und liebevoll getrockneten Gartenkräutern individuelle Mischungen zusammenstellen und euch über die jeweiligen Inhaltsstoffe und Anwendungsgebiete der einzelnen Kräuter informieren.

Kiez Zentrum Villa Lützow
Raum wachsenlassen EG
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Kontakt: wachsenlassen@web.de


Mittagstisch im Familienzentrum Villa Lützow

Wir laden ein!

Gemeinsam mit dem Familienzenrtum Villa Lützow laden wir ab dem 26.4.2023 alle zwei Wochen in der Zeit von 13.00 – 15.00 Uhr ein zu einem gemeinsamen, gesunden und leckerem Mittagstisch.

Wir werden dazu möglichst viele Zutaten aus unserem Garten verwenden.

Diese Woche: Giersch-Pesto wachsenlassen.


Musikfest am 29.4.2023

In der nördlichne Steinmetzstraße (zwischen Bülow- und Kurfürstenstraße), 10783 Berlin

von 15.00 Uhr-18.00 Uhr.

Seit 2022 unterstützen wir die Initiative Steinmetzkiez www.steinmetz-kiez.org bei ihrem Egagement für eine Verkehrsberuhigung ihrer Straße mit Mitmach-Aktionen für Kinder bei Aktionstagen und mit der ökologisch sinnvollen Begrünung von Baumscheiben in ihrer Straße.

Nun ist die Initiative ihrem Wunsch um einiges nähergekommen:

In der Zeit von Mai-Oktober 2023 wird die Steinmetzstraße zur Sommerstraße und damit für den Durchgangsverkehr gesperrt und mit Stadtmöbeln zum Aufenthalt für die Anwohner*innen und mit Begrünung zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität ausgestattet werden.


Das möchten wir in einer Auftaktveranstaltung am Samstag, den 29.4.2023, mit einem Musikfest feiern.
Mit dabei: Die beiden Brassbands Fanfare Getrude aus Berlin und die Westcostars aus Frankreich werden für reichlich Stimmung sorgen und laden ein zum Mittanzen!

Mit gemeinschaftlichen Aussaataktionen an den neuen Pflanzkübeln und kreativem Bemalen von Natursteinen für die vorhandenen Baumscheiben legen wir mit kleinen und großen Nachbar*innen die Saat für einen bunten und fröhliche Sommer in der nördliche Steinmetzstraße.

Mitglieder der Steinmetz-Initiative informieren über ihr Engagement für mehr Lebensqualität und Umweltgerechtigkeit in ihrer Wohnstraße.

Wir freuen uns auf ein fröhliches Festmit Spiel, Spaß und Gemeinschaft in der nördlichen Steinmetzstraße.


Wildbienen-Workshop

“Was braucht die Biene?” haben wir uns bei unserem Mitmach-Workshop am 22.3.2023 gefragt und uns gemeinsam mit kleinen und großen Teilnehmer*innen an die Arbeit gemacht, um unseren kleinen Mitwesen Hilfen zur Erfüllung ihrer Grundbedürfnisse zur Verfügung zu stellen.

In fröhlicher und kreativer Runde entstanden kleine Nisthäuser für Wildbienen, die Hohlräume für ihre Brut benötigen und kleine Naturlandschaften, die den Insekten als Wasserplatz dienen. Gestaltet wurde je nach persönlichen Gemschmack und Vorlieben.

Und Nahrung in Form von Saatgut für insektenfreundliche ein- und mehrjahrige Blühpflanzen konnte sich dann jede*r aus dem reichhaltigen Angebot unserer LeihSämerei auch direkt kostenfrei mitnehmen.

In Deutschland gibt es ca. 585 Wildbienenarten, leider sind sie stark gefährdet, etwa die Hälfte aller Arten steht auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten, einige Arten sind bereits ausgestorben oder unmittelbar vom Aussterben bedroht.

Hauptursachen für diesen erschreckenden Artenverlust sind ausgeräumte Landschaften, die de Bienen keine Lebensräume und Nahrung mehr bieten, der Einsatz von Pestiziden und die Überdüngung.

Da hoffen wir auf gute Pläne und vor allen deren Umsetzung in Politik und Landwirtschaft.

Aber Stadtbewohner*innen, Haus- und Garten und Balkonbesitzer können schon mit einfachen Mitteln den Bienen helfen, indem sie ihre Umgebung naturnäher gestalten und Nahrung und Lebensräume zur Verfügung stellen.

Gemeinsam tun wir was für die Natur!


Capsicum-Sorten (Chili, Paprika, Peperoni) aktuell in unserer LeihSämerei 6.3.2023

Aktuell haben wir folgende Capsicum-Sorten zur Auswahl zum kostenlosen Mitnehmen:

Ungarische Kirschpaprika (capsicum annuum)

Biquinho Amarelo Chili (capsicum chinese)

Biquinho Vermelho Chili (capsicum chinese)

Dolce di Bergamo Paprika (capsicum annuum L.)

Ecuador Purple Chili (capsicum annuum)

Anaheim Chili (capsicum annuum)

Apfelpaprika (capsicum annuum)

Bratpaprika (capsicum annuum)

Lila Luzi Peperoni (capsicum annuum)

Basket of Fire Chili (capsicum annuum)

Costeno Amarillo Chili (capsicum annuum)

Costeno Amarillo Chili (capsicum annuum)

Jalapeno M. Paprika (capsicum annuum)

Turuncu Spiral Chili (capsicum annuum)

Liebesapfel Paprika (capsicum annuum)

Dulce Sol Baumchili (capsicum baccatum)

Mini-Chili / Bonsai-Chili (capscium annuum v. minimum)

Snack-Paprika Fritz

Jörg’s kleine rote Chili

Jörg’s rote Chili

LeihSämerei
Gemeinschaftsgarten wachsenlassen

im Foyer des Kiez Zentrums Villa Lützow

Lützowstraße 28
10785 Berlin

Öffentlich zugänglich:
Di-Fr, 11.00 – 17.00 Uhr

Mittwochs, 16.00 – 19.00 Saatgut-Treff
für alle, die sich zum Thema vernetzen wollen
und uns bei unserer Arbeit unterstützen
möchten.


wachsenlassen@web.de


Was braucht die Biene?

Ein Zuhause, etwas zu trinken und etwas zu essen.

Am Mittwoch, den 22.3.2023, 15.30 – 18.00 Uhr

kannst Du bei uns eine Insektennisthilfe und/oder eine Insektentränke bauen und Dir jede Menge Saatgut für buntblühende und insektenfreundliche Blumen kostenfrei mitnehmen. Nicht nur in Gärten, auch auf Balkonen können insektenfreundliche kleine Lebenswelten entstehen.

Raum wachsenlassen EG im
Kiez Zentrum Villa Lützow
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Kontakt: wachsenlassen@web.de

Gemeinsam mit dem Familienzentrum Villa Lützow